Björk gilt als kleine Revolutionärin der Musikszene. So macht die Isländerin immer wieder durch ausgefeilte Ideen auf sich aufmerksam, wirkt dabei jedoch nicht so abgedreht wie eine Lady Gaga, was definitiv sympathisch macht. Der neuste Clou der kleinen Inselfrau ist dabei ihr neues Musikalbum, welches am 27. September erscheinen soll. Dies beinhaltet 10 Titel. Klingt bis jetzt nicht außergewöhnlich? Richtig, bis jetzt!

Sängerin Björk von F de Falso/Flickr.com
Denn zu diesem Album wurden zu jedem Titel einzelne Sachen entwickelt und programmiert. So sollen vor allem Nutzer eines iPhones bzw. iPads in diesen Genuss kommen. Zu jedem einzelnen Lied sollen verschiedene Apps veröffentlich werden, die in direktem Kontakt zum Titel stehen.
Bei dem Lied “Crystalline” gibt es unter anderem einen Notentext zum Mitlesen und -singen. Doch das ist noch nicht alles. Dazu gibt es noch ein kleines Spiel, welches läuft während man den Song hört. Dabei geht es ganz einfach darum, einen Ball durch die Galaxis zu steuern und ganz viele Kristalle einzusammeln. Das besondere dabei ist, dass sich die Struktur des Liedes an das Spielverhalten anpasst. So ertönt der Refrain erst, wenn der Spieler den anfänglichen Tunnel durchschritten hat und in die Galaxis hinausgeschossen wird. Dies wirkt sehr beeindruckend, da die Strophe genau wie der erste Teil des Spieles eine düstere Enge und Abgeschobenheit symbolisiert. Mit dem Verlassen des Tunnels in die große weite Galaxis startet dann auch der befreiende Refrain. Dies ist eine wirklich gelungene Umsetzung der Verbindung zwischen Musik und Spiel.
Man darf gespannt sein, ob die restlichen Lieder und vor allem auch dazugehörigen Apps genauso überzeugen können.
Ein weiterer Clou ist übrigens die dazu geplante Tour von Björk. So soll die Tour über 3 Jahre dauern. Das hat damit zu tun, dass Björk eine ganze Konzertserie in verschiedenen Städten geben wird. Also tritt sie nicht jeden Tag in einer neuen Stadt auf, sondern verweilt mehrere Tage bzw. sogar Wochen in einer Stadt und gibt dort auch kleine Workshops. Dabei darf man auch auf das Bühnenbild gespannt sein, da extra große Musikinstrumente konstruiert wurden, deren Aufbau für nur ein Konzert sich gar nicht gelohnt hätten.
