
© Nick Freund - Fotolia.com
Sein dritter Longplayer steht seit ein paar Tagen in den Plattenläden, sein Name ist jedermann ein Begriff und dennoch vermeidet er jeden Rummel und Starallüren: Peter Licht heißt der Hamburger Sänger und Rapper, der mal launisch, mal ganz romantisch und mal sehr emotional dichtet. Anstatt sich selbst in den Mittelpunkt seiner Musikvideos zu stellen, versteckt er sich lieber hinter Bettlaken oder lässt sich von Bürostühlen doublen.
Bislang gab es nur ein paar verwischte Aufnahmen des Sängers, die im Internet kursierten. Auch beim kürzlichen Auftritt in der Harald Schmidt Show nahm man Rücksicht auf seine Vorliebe fürs Private: Nur bis zum Kinn bekam man Peter Licht zu Gesicht, in einem undeutlichen Halbdunkel übrigens.
Hinter solchen Aktionen könnte man eine ausgeklügelte Marketing-Taktik vermuten: Das genaue Gegenteil des Exhibitionsimus der Popsternchen eben. Doch Peter Licht sieht das anders: Er verkündete kürzlich in einem Interview, es sei doch furchtbar, so viel über einen Musiker zu wissen. Es geht ihm um seine Lieder und die Botschaften darin, die nur auf dem ersten Blick nach seichtem Pop anmuten. Schon als es 2001 mit dem ersten Hit “Sonnendeck” losging, warnte Peter Licht, “Meide die Popkultur!”. Nach dem Album “14 Lieder” folgten die “Stratosphärenlieder” und nun eben sein dritter Longplayer “Lieder vom Ende des Kapitalismus”. Auch dieses Album überzeugt: Hübsche Klangtüfteleien treffen auf poetische Texte, die nicht so furchtbar deutsch und verkopft sind wie die der ähnlich bekannten Deutsch-Rocker “Tocotronic”, “Blumfeld” oder den “Sternen”. Auch ein Buch ist unter dem Titel “Wir werden siegen!” erschienen, das gleichnamige Theaterstück läuft an den Münchener Kammerspielen an. Mehr von solchen Pop Ausnahme-Talenten!








