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Kategorie: Songs

Bekannte Love-Songs und ihre Wirkung

Geschrieben von verlorenen Jungs
10. August 2012 08:05
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Liebeslieder (© panthermedia.net/fat_fa_tin)

Liebeslieder (© panthermedia.net/fat_fa_tin)

Jedes Paar auf der Welt wird ihn haben, den Song, mit dem sie die romantischsten Momente ihrer Zweisamkeit verknüpfen. Der Soundtrack zum ersten Kuss, beim ersten gemeinsamen Tanz oder das Lied, was bei der Hochzeitsfeier gespielt wurde, es ist ein Song, der die Liebe zwischen zwei Menschen manifestieren kann.

Liebeslieder gibt es in allen Variationen, romantische Streicher, sanfte Pianoklänge, harmonische Dur-Melodien und poetische Geschichten über die Begegnung zweier Liebender sind die Grundgerüste der Liebeslieder dieser Welt. Viele davon sind so bekannt, dass der Großteil der in unserem Fall westlichen Welt die Texte mitsingen kann und genau weiß, wann die Streicher ins Forte gehen und der oder die Sänger_in ein Gänsehaut erzeugendes Vibrato auf die Stimme legt.

Eines der bekanntesten Beispiele ist sicher der Song ‘Always on my mind’ vom berühmten US-amerikanischen Rock’n'Roll-Musiker Elvis Presley, der in seinen Texten immer im harmlosen Bereich blieb, die Elterngeneration der späten 50er Jahre mit der plötzlichen neuen Körperlichkeit in der Musik der Jugend in die Verzweiflung getrieben hat. Der Song ‘Always on my mind‘ ist eine traurige Ballade, in der der Sänger die Trennung von seiner Ehefrau Priscilla Presley verarbeitet hat, die ihn 13 Jahre nach ihrem ersten Treffen um die Scheidung bat.

Ein Beispiel aus Deutschland ist die dramatische Geschichte um Herbert Grönemeyer und seine Ehefrau Anna Henkel, mit der der Musiker 20 Jahre verheiratet gewesen war. Im Jahr 1998 starb die Schauspielerin an Krebs, und ganz Deutschland konnte dank eines Albums von Grönemeyer nachvollziehen, wie es sich anfühlen muss, einen geliebten Menschen zu verlieren. Mit dem Song ‘Der Weg’ hat Grönemeyer seiner verstorbenen Frau ein Denkmal gesetzt und ganz Deutschland zu Tränen gerührt.

Auch aus Liebesfilmen schaffen es die Titelsongs immer wieder in die Charts und sind in aller Ohren. ‘My heart will go on’ aus dem Film Titanic oder der Titelsong ‘Time of my life’ aus dem Fim Dirty Dancing, wenn die Paare im Kino sich in die Arme fallen oder ihre endlose Liebe schwören und dazu noch ein Liebeslied ertönt, ist die Gänseheut nicht mehr zu verhindern.

 

Der Hit aus dem Zweiten Weltkrieg: Lili Marleen

Geschrieben von verlorenen Jungs
9. April 2012 13:26
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© icholakov - Fotolia.com

© icholakov - Fotolia.com

Ein französischer Historiker hat eine Aufnahme von “Lili Marleen” entdeckt, die schon lange in Vergessenheit geraten war. Laut dem französischen Magazin “Le Point” hat Jean-Pierre Guéno die Aufnahme entdeckt, als er Recherchen für sein Buch “Lili Marleen, l’incroyable histoire de la plus belle chanson d’amour” angestellt hat. Diese nun zum Vorschein gekommene Version des Songs war bislang unveröffentlicht. Hierbei hat nicht Norbert Schultze (wie bei dem weltberühmten Hit), sondern Rudolf Zink die Melodie komponiert. Zink, der Geliebte der Sängerin von “Lili Marleen”, Lale Andersen, hatte 1937 das Gedicht von Hans Leip entdeckt, dass dem Lied für Text und Titel Modell stand. Darauf hat er die Melodie geschrieben. 1939 wurde das Lied schließlich von Lale Andersen eingesungen und aufgenommen. Man kann sich diese ursprüngliche Version auf der Internetseite von “Le Point” anhören. Sie ist viel melancholischer und wehmütiger als die Fassung, die später veröffentlicht wurde und große Berühmtheit erlangte. Der Hit, den Schultze komponierte, ist viel lebendiger und peppiger. 

“Wäre es nicht amüsant, wenn nach all dem Theater und dem ‘Sieg-Heil”-Geschrei, nach all der Marschiererei und Indoktrination, der einzige Nazi-Beitrag für die Welt ‘Lili Marleen’ gewesen sein soll?”, fragte einst John Steinbeck. Tatsächlich wurde das Lied (in der Schultze-Version) 1941 zum ersten Mal im deutschen Wehrmachtsradio gespielt und erfreute sich sofort großer Beliebtheit bei den Soldaten. Der Leiter des Senders in Belgrad hatte die Idee, das Lied zu spielen. Dann haben es auch andere Sender übernommen.  Schon bald schallte es bis zu 30 Mal am Tag aus den Radios der Landser, die Lale Andersen ungefähr eine Million Briefe geschrieben haben. 

 

Collective Cover: Nevermind von Nirvana

Geschrieben von verlorenen Jungs
15. August 2011 08:20
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Nirvana von Nirvana-Fanatic/Flickr.com

Nirvana von Nirvana-Fanatic/Flickr.com

Originalgetreue Cover der vielen bekannten Songs von Nirvana sollten nicht entstehen. Deshalb scheint es im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, wenn ein „Smells Like Teen Spirit“ plötzlich ohne seine Kraft und Wut eher somnambules aus den Boxen schallt oder „Lithium“ von einer geisterhaften Stimme gesungen, begleitet von Chören und Orgeln, die einem Schauer über den Rücken laufen lassen.

So ließen die Meat Puppets oder Frances McKee von The Vaselines nun die alten Hits wieder auferstehen, in gänzlich neuer Form und neuem Klang. Beide Bands verehren nicht nur die Musik, die einst von Kurt Cobain & Co. In die Welt getragen wurde, sondern haben auch als Künstler eine emotionale Verbindung zu diesem Thema. Auf dem damaligen Unplugged-Konzert, holte Kurt Cobain die Meat Puppets für ein gemeinsames „Lake Of Fire“ auf die Bühne und The Vaselines schrieben die legendären Songs „Son Of A Gun“ und „Molly´s Lips“ für Nirvana.

Diese beiden gibt es neben vielen anderen nun auf dem „Newermind“ Cover-Album. Auf der Facebook-Seite des „Spin“-Magazins dürfen sich Nirvanas größten Stücke, von insgesamt 13 Künstlern neu interpretiert, frei heruntergeladen werden. Unter den vertretenen Acts befinden sich nicht nur weit bekannte, doch bemühte man sich eher um musikhistorische Verbindungen zu der Band und schuf so ein nettes Präsent zum 20. Jubiläum des „Nevermind“ Albums. So sind die vertretenen Künstler entweder in Nirvanas Biografie aufgetreten oder wollen die Grunge-Tradition mit ihrer Musik selbst fortsetzen.

Die „neuen“ Lieder der verschiedenen Acts gehen zwar nicht immer in der gleichen Qualität ineinander über, aber machen dennoch Freude. Also aufgepasst und nicht gleich wieder ausgeschaltet, wenn „Come As You Are“, eigentlich allen vertraut, plötzlich wie ein Fremder als Dance-Pop-Song aus der Anlage springt. Denn es kann durchaus begeistern.

 
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