Popkonzert © phokrates - Fotolia.com
Das Mädchen mit der perfekten Hollywoodfrisur macht Musik, die eigentlich etwas zu groß für einen gewöhnlichen Popsong ist. Einem Trailerpark entflohen gibt sie Biografie gepaart mit Fiktion preis. Sie teilt dunkle Geheimnisse in ihren Songs und gibt Einblicke in Todesahnung und Verzweiflung. Gleichzeitig schafft sie jedoch spielend leicht den Wechsel zwischen Melancholie und Glamour. In ihrem Song “Video Games” gab sie das Debüt, mittlerweile wird sie überall gefeiert.
Der Hype um sie brach schon vor Monaten aus. Das Video “Video Games” verbreitete sich rasend schnell über die Social Networks und Blogs. Lange bevor ein Album rauskam, landete sie bereits auf den Titelseiten der Zeitschriften. Doch umso öfter ihr Song “Video Games” oder auch “Blue Jeans” auf Youtube geschaut wurde, desto mehr verlor sie an Attraktivität. Es schien bald, als ob Lana del Rey noch vor Veröffentlichung ihres Albums in der Versenkung verschwinden könnte.
Nun ist das Album da. Es ist eine gute Popplatte geworden. Zusammen mit dem Sound und dem Text hält das Album bei den derzeitgen Mainstreamproduktionen mit. Lana del Rey wird zum Normalmaß. Gerade jetzt als rauskam, dass die mit bürgerlichem Namen heißende Lizzy Grant bereits vor ein paar Jahren ein Album rausbrachte, welches ihre Plattenfirma nun aus dem Verkehr gezogen hat, werden Stimmen lauter, dass Lana del Rey nur eine Inszenierung ist. Kritiker werfen ihr auch Stereotypensexismus vor, da sie Babydoll- Fantasien von einigen befriedige und ansonsten das Weibchenprinzip der Prä-68er übernehme.
Die Meinungen gehen über Lana del Rey auseinander. Marketingcoup oder self-made-Künstlerin? Auf jeden Fall hat sie durch die unlängst veröffentlichten Details um ihre Herkunft und Vergangenheit an Authentizität einbüßen müssen. Es bleibt abzuwarten ob es schon bald wieder ruhig um sie wird oder sie am Ende doch noch einen Treffer landet.


