
Proberaum © Richard Schramm - Fotolia.com
In einer Metropole wie Berlin gibt es eine Vielzahl talentierter junger Musiker und Kreativschaffender, die zur Entfaltung ihrer Kunst geeignete Räume brauchen. Da es im Zuge der Wohnungs- und Raumknappheit immer schwieriger geworden ist an Proberäume zu kommen, soll im Folgenden aufgezeigt werden, wie man nicht genutzten Raum in beispielsweise Industriegebieten gekonnt umfunktionieren kann.
Ein glänzendes Beispiel für dieses Vorgehen ist das Berliner “ORWOhaus“, dass getrost als eines der größten Musikhäusern Europas bezeichnet werden kann. Das Haus ist das Gebäude des damaligen ostdeutschen Film-, Tonband- und Kassettenherstellers “ORWO” (Original Wolfen) war. Heute bietet es Platz für über 200 Bands.
Mitten im Industriegebiet an der Landsberger Allee sieht dieses triste Haus von Außen so gar nicht musikalisch aus. In unmittelbarer Nähe zu den Plattenbauten Mahrzahns kümmert sich ein ehrenamtliches Team um die Organisation und die Vermietung der Räumlichkeiten. Regelmäßig werden hier auch Konzerte abgehalten und es gibt ein jährliches Festival, auf dem die vielen Bands ihre neuesten Songs präsentieren.
Bereits 1998 haben sich auf dem Gelände die ersten Bands angesiedelt und sahen sich damals noch ungeregelten Mietverhältnissen ausgeliefert, da zu diesem Zeitpunkt die Zukunft des Gebäudes noch unsicher war. Als der ehemalige Eigentümer 2004 alle Mietverträge auflösen wollte, gründete sich der ORWOhaus e.V., dem es gelang das komplette Grundstück aufzukaufen, um dieses einzigartige Kulturprojekt auf rechlich gesicherter Basis erhalten zu können.
Das Haus beherbergt neben Proberäumen auch Tonstudios und auch Konzerthallen sind mittlerweile in Planung. Doch nicht nur in Berlin in ganz Deutschland entstehen derartige Projekte. Für Proberaumsuchende deshalb der Tip: Einfach hier weiterklicken.

