R.E.M war ein Sprachrohr mehrerer Generationen und eine sensationelle Band. Wer kennt die Songs ‘Losing my Religion’ oder ‘Man on the Moon’ nicht? Die US-amerikanische Rockband wurde 1980 in Athens (Georgia) gegründet. Sie war eine typische College-Band und lief am Anfang noch unter dem Namen ‘Twisted Kites’. Ihre Mitglieder Michael Stipe, Mike Mills, Bill Perry und Peter Buck arbeiten von Beginn an zusammen. Einzig Bill Berry, der Schlagzeuger, hat sich aus dem Musikgeschäft 1997 zurückgezogen.
Buck und Stipe lernten sich 78´durch ihre Schwestern kennen. Mills und Perry kamen ebenfalls über enge Kontakte hinzu. Auch wenn sie nach kürzester Zeit mit der gemeinsamen Arbeit zufrieden waren, der Name der Band machte ihnen Sorgen. Stipe stoss dann durch ein willkürliches Blättern in einem Wörterbuch auf die Abkürzung R.E.M., von der er sofort überzeugt war. Bei R.E.M handelt es sich um eine Schlafphase, die sich die Rapid Eye Movement nennt, bei der Menschen sehr schnell ihre Augen hinter den geschlossenen Lidern bewegen.
Der erste große Erfolg kam Anfang der 80er Jahre, nachdem R.E.M. ihre Platte ‘Lifes Rich Pageant’ veröffentlicht hatten. Diese kletterte auf Platz 21 der Billboard Charts und brachte ihnen die erste goldene Schallplatte ein. Es folgten weitere Platten und noch größere Erfolge, die bis zum heutigen Zeitpunkt anhalten.
Deswegen war es umso überraschender, als R.E.M. diese Woche ihr Ende bekannt gab. Die drei Musiker haben sich endgültig getrennt. Nach 31 Jahren Showbusiness legen sie ihre Instrumente nieder. Anscheinend wurde ihnen das Business zu anstrengend. Michael Stipe sagte bei seiner Bekanntgabe ‘Ich hoffe, dass unsere Fans verstehen, dass dies keine einfache Entscheidung war. Aber alle Dinge müssen enden und wir wollten es richtig tun, auf unsere Weise’. In seiner Ansprache dankte er den Fans vom ganzen Herzen fürs Zuhören und die Begleitung.
Michael Stipe sagte, dass es keine Streitereien zwischen den Musikern gegeben hätte und dies keine Folge dessen sei. Der Zeitpunkt zum Aufhören wäre lediglich dagewesen.
Bleibt den Fans nicht anderes übrig, als den Musikern für drei Jahrzehnte fantastischer Musik dankbar zu sein.
